Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse optimal fördern


Bildung durch Sprache und Schrift

In Deutschland ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die ohne Kenntnisse der deutschen Sprache eine Kindertagesstätte oder Schule besuchen, durch die Zuwanderung von Flüchtlingen in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen.

Wie werden diese Schülerinnen und Schüler – sogenannte Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger – an den Schulen aufgenommen? Wie integriert man Kinder ohne Deutschkenntnisse in den Alltag einer Kindertagesstätte? Wie lässt sich die Sprachförderung in Kitas und Schulen für diese Kinder und Jugendlichen optimal gestalten? Diese und viele weitere aktuelle Fragen zum Thema Sprachbildung und Sprachförderung bearbeitet die Bund-Länder-Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS). In einer integrierten Fortbildungsreihe für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren können frühpädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte Kompetenzen zum Thema Seiteneinstieg in Zusammenhang mit Maßnahmen zur Sprachförderung und Sprachbildung berufsbegleitend erwerben. Eine bereits bestehende praxisorientierte Fortbildungsreihe zum Thema Seiteneinstieg widmet sich der Frage, wie der Übergang in den Regelunterricht gelingen kann, ebenso wie die weitere Förderung. Aktuell setzen im Rahmen von BiSS insgesamt 77 Schulen aus sechs Bundesländern entsprechende Sprachförderkonzepte um. Ein vom BMBF finanziertes BiSS-Evaluationsprojekt befasst sich mit Konzepten zur Förderung von Jugendlichen ohne Deutschkenntnisse in der Sekundarstufe I. Diese prozessbegleitende Evaluation dient dazu, ein gleichermaßen wissenschaftlich fundiertes und praxistaugliches Konzept für die schulische Integration von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern an Schulen der Sekundarstufe I in Deutschland zu entwickeln.

Weitere Informationen unter http://www.biss-sprachbildung.de