Verbundvorhaben: Wirkungen und langfristige Effekte musikalischer Angebote (WilmA)


Teilprojekt Kulturelle Teilhabe:

Universität Bremen

Fachbereich 09

Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik

Bibliothekstr. 1

28359 Bremen

Projektleiter: Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser

Förderkennzeichen: 01KJ1201A

Laufzeit: 01.01.2013 – 31.12.2015


Kinder und Eltern müssen mit dem Wegfall der institutionellen Verankerung des Instrumentalunterrichts im JeKi-Programm neue und bewusste Entscheidungen für kulturelle Orientierungen und die Nutzung kultureller Angebote fällen. Wie nachhaltig die Veränderungen im kulturellen Verhalten, wie gut – unter Kontrolle verschiedener sozio-ökonomischer Rahmenbedingungen der Familien – der Zugang zum Instrument gegründet ist, lässt sich erst nach dem Schulübergang deutlicher untersuchen. Das Projekt geht der Frage nach, inwiefern Kinder mit Instrumentalunterricht in der Grundschule andere Muster kultureller Teilhabe zeigen als Kinder ohne solche Förderung. Dabei geht es um eine Rekonstruktion der vielfältigen Formen unter Einbezug verschiedener Einflussfaktoren wie die Schulform, die jugendlichen Bezugsgruppen und -normen, die wachsenden Möglichkeiten, über Zeit- und Geldressourcen zu verfügen, und insbesondere mögliche migrantisch geprägte Spezifika der Teilhabemuster. Im Rahmen der qualitativen Datenerhebungen am Ende der 5. und 6. Klasse kommen Erhebungsinstrumente wie Malbücher, Fotos und Tagebücher zum Einsatz. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob diese noch altersgemäß sind oder ob alternative Dokumente zu erstellen sind. Dabei kommen besonders digitale Medien in Frage. Die Auswertung wird unter Berücksichtigung triangulierender Verfahren in Kooperation mit dem Teilprojekt Transfer erfolgen.