Audio- und Neuroplastizität des musikalischen Lernens II: Reifeprozesse elementarer und komplexer Hörleistungen und auditiver Aufmerksamkeit bei JeKi-Kindern


Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg

Neurologische Klinik - Neuroradiologie

Grabengasse 1

69117 Heidelberg

Projektleiter: Dr. Peter Schneider

Förderkennzeichen: 01KJ1204

Laufzeit: 01.12.2012 – 30.11.2015


In der zweiten Förderphase diese Projekts sollen die bisher wissenschaftlich begleiteten JeKi-Kinder im Rahmen eines dritten Messzeitpunktes mit 145 Kindern (62 unauffällig / intensiv musizierend, 42 unauffällig / nicht musizierend, 41 auffällig / AD(H)S oder LRS; jeweils etwa zur Hälfte aus der JeKi-Intervention) weiter untersucht werden. Außerdem soll eine neue Probandengruppe im Umfang von 20 viel musizierenden, auffälligen JeKi-Kindern hinzukommen, da diese Kombination in der bisherigen Stichprobe nicht ausreichend repräsentiert ist. Die zweite Förderperiode soll es ermöglichen, die Wirkung intensiven Musizierens bei JeKi-Kindern, insbesondere schulauffälligen JeKi-Kindern, im Zusammenhang mit dem auditorischen Reifeprozess zu verstehen. Darüber hinaus soll die Untersuchung auditiver und neuronaler Entwicklung um den Aspekt der Aufmerksamkeit erweitert werden. Unsere bisherigen testpsychologischen Ergebnisse zeigen, dass auditive und kognitive Funktionen stark durch Aufmerksamkeit moduliert werden und somit eine zentrale Rolle für Wahrnehmung und Lernen spielen. Daher sollen nun auch neuronale Korrelate von Aufmerksamkeitsleistungen mittels Magnetresonanztomographie (MRT) und Magnetenzephalographie (MEG) gemessen werden. Dies sollte Rückschlüsse erlauben, in welchem Ausmaß die bisher beobachteten deutlichen musizierbedingten Veränderungen durch ein Training sensorischer Fähigkeiten (elementare und komplexe Hörfunktionen) und Aufmerksamkeitsfunktionen bedingt sind.