AMseL - Audio- und Neuroplastizität des Musikalischen Lernens (Verbundvorhaben)


Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg

Neurologische Klinik - Neuroradiologie

Im Neuenheimer Feld 400

69120 Heidelberg

Projektleiter: Dr. Peter Schneider

Förderkennzeichen: 01KJ0809

Laufzeit: 01.04.2009 - 30.09.2012


Karl-Franzens-Universität Graz

Institut für Psychologie

Universitätsplatz 2

A-8010 Graz

Projektleiterin: PD Dr. Annemarie Seither-Preisler

Förderkennzeichen: 01KJ0810

Laufzeit: 01.04.2009 - 30.09.2012


Teilprojekt 1: Audio- und Neuroplastizität von elementaren Hörleistungen und der Wahrnehmung von Instrumentalklängen + Gesamtkoordination

In dem Verbundprojekt wird an einer Stichprobe von 360 Kindern - 4 Gruppen: (a) schulisch unauffällig, (b) legasthen, (c) mit ADHS, (d) intensiv musizierenden Kindern (jeweils eine Hälfte aus der JeKi-Intervention) - über einen Zeitraum von 3 Jahren in einem kombinierten Quer- und Längsschnittsdesign mit psychoakustischen Tests und neurowissenschaftlichen Methoden (Magnetresonanztomographie, Magnetoencephalographie) untersucht, ob die JeKi-Intervention zu einer dauerhaften Sensibilisierung des Gehörs sowie zu neuroplastischen Veränderungen bestimmter Gehirnstrukturen und -funktionen und Verbesserung allgemein-kognitiver Leistungen führt. In Teilprojekt 1 wird insbesondere die Audioplastizität von Hörleistungen im Zusammenhang mit der Plastizität neuroanatomischer Merkmale und der funktionellen Hirnaktivierung untersucht. An allen Kindern sind neurologische Messungen zu den kortikalen Korrelaten elementarer und komplexer Hörleistungen während des 1. und 3. Forschungsjahres vorgesehen. Die vom Antragsteller von Teilprojekt 1 neu entwickelten und langjährig erprobten Techniken zur individuellen Darstellung der morphologischen Gehirnstruktur und funktionellen Gehirnaktivierung ermöglichen eine systematische Erforschung von Korrelationen zwischen phänomenologischen Beobachtungen und den zugrundeliegenden neurologischen Prozessen. Der Projektleiter übernimmt dabei die Gesamtkoordinierung für die Rekrutierung und Messung aller innerhalb des Verbundprojektes genutzten Probanden.

Weitere Informationen unter: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Neurologische-Klinik.106839.0.html

 

Teilprojekt 2: Audio- und Neuroplastizität komplexer Hörleistungen im Zusammenhang mit Sprache und Musik

In dem Verbundprojekt soll an einer Stichprobe von 360 Kindern (4 Gruppen: (a) schulisch unauffällig, (b) legasthen, (c) mit ADHS, (d) intensiv musizierend; jeweils eine Hälfte aus der JeKi-Intervention) über einen Zeitraum von 3 Jahren in einem kombinierten Quer- und Längsschnittdesign mit psychoakustischen Tests und neurowissenschaftlichen Methoden (Magnetresonanztomographie, Magnetoencephalographie) untersucht werden, ob die JeKi-Intervention zu einer dauerhaften Sensibilisierung des Gehörs, sowie zu neuroplastischen Veränderungen bestimmter Gehirnstrukturen und -funktonen führt. Daneben sollen mögliche Veränderungen allgemein-kognitiver Leistungen mit Hilfe standardisierter Tests untersucht werden. Tests: (1) konvergentes Denken: Intelligenz, (2) divergentes Denken: Kreativität, (3) Sprache: Lesen und Rechtschreiben; Sprachverständlichkeit unter erschwerten Bedingungen, (4) elementare mathematische Fähigkeiten, (5) allgemeine und auditive Aufmerksamkeit, (6) musikalisches Vorstellungsvermögen. Im Teilprojekt 2 soll untersucht werden, wie sich schulisches Musizieren auf höhere Hörleistungen im Zusammenhang mit Sprache und Musik und auf kognitive Leistungen auswirkt. Da an der Universitätsklinik Heidelberg mit allen Kindern neurologische Messungen geplant sind, wird nur die Interventionsgruppe aus NRW / Hamburg kommen, die Kontrollgruppe jedoch aus Heidelberg. Alle Kinder sollen während des 1. und 3. Forschungsjahres getestet werden, um mögliche längerfristige Wirkungen zu erfassen.

Weitere Informationen unter: http://psychologie.uni-graz.at/