Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit


fotolia - Andres Rodriguez

 

 Bekanntmachung:    10.10.2012 
 Förderzeitraum:    2013 - 2020
 Vorhaben:    15 Forschungsprojekte, eine Langzeitstudie und eine Koordinierungsstelle


1. Ziele der Fördermaßnahme

In modernen Gesellschaften trägt die Internationalisierung der Lebensverhältnisse maßgeblich zur Sprachenvielfalt bei. Gleichzeitig hängen beruflicher Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe zunehmend von der Fähigkeit ab, in mehreren Sprachen kommunizieren zu können. Außerdem ist der Erhalt der weltweit gesprochenen Sprachen von hohem kulturellem Wert. Deshalb sind die individuelle Förderung mehrsprachiger Kompetenzen sowie die Schaffung günstiger Bedingungen für Mehrsprachigkeit, also für das Aufwachsen und Leben mit mehr als einer Sprache, insbesondere in den Einrichtungen des Bildungswesens, wichtige, bildungspolitische Aufgaben.

Ausreichende Sprachkompetenzen sind die Grundvoraussetzung für Bildungserfolg und Chancengleichheit. Insofern muss das Bildungswesen möglichst gute Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass vor allem Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, möglichst frühzeitig die deutsche Sprache lernen können, ohne dabei ihre Familiensprachen zu verlieren, und alle Kinder und Jugendlichen beim Erwerb weiterer Sprachen erfolgreich unterstützt werden.

Dabei gilt es, das vorhandene Potenzial – und zwar sowohl das Potenzial an Sprachkenntnissen als auch das Potenzial an Sprachlernerfahrungen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund– zu nutzen und auszubauen. Gleichzeitig muss Mehrsprachigkeit in der kindlichen Entwicklung stärker mit anderen wichtigen Kontextbedingungen vernetzt betrachtet werden.

Mit der Maßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Förderung von Forschung im Bereich "Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit" wird der Fokus auf die Potenziale gesellschaftlicher und individueller Mehrsprachigkeit gerichtet. Ziel ist es, Wissen über erfolgreiche Prozesse der Entwicklung von Mehrsprachigkeit in Kindertageseinrichtungen sowie in Schulen der Primarstufe und der Sekundarstufe I zu erarbeiten und bereitzustellen.

Zur Förderbekanntmachung "Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit"

2. Stand der Fördermaßnahme

Derzeit werden 7 Einzelvorhaben und 4 Verbundvorhaben sowie eine Langzeitstudie und eine Koordinierungsstelle (siehe unten) gefördert.

3. Geförderte Vorhaben

Aktuelle Projekte

4. Koordinierungsstelle der Forschungsprojekte

Die Koordinierungsstelle wird geleitet von Prof. Dr. Dr. h.c. Ingrid Gogolin, Universität Hamburg, Leiterin des FörMig-Kompetenzzentrums „Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund“ sowie des EU-Projekts „European Educational Research Quality Indicators“ (EERQI) und Co-Leiterin des Clusters “Linguistic Diversity Management in Urban Areas“ (LiMA) der Landesexzellenzinitiative Hamburgs.

  

Kontakt:

Koordinierungsstelle für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung - KoMBi
Universität Hamburg
Institut für Interkulturelle und International
Vergleichende Erziehungswissenschaft
Von-Melle-Park 8
20146 Hamburg 

Ansprechpartnerinnen:

Antje Hansen
Tel. +49 (0) 40. 42838 - 9184

 

Dr. Sarah McMonagle
Tel. +49 (0) 40. 42838 - 2943

E-Mail:

kombi@uni-hamburg.de

Website: www.KoMBi.uni-hamburg.de