Forschung zu sexualisierter Gewalt


Das neue Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung nimmt nunmehr auch die Förderlinie „Forschung zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in pädagogischen Kontexten“ unter seinem Dach auf. Die Förderlinie ist dem ersten Handlungsfeld des Rahmenprogramms „Bildungsgerechtigkeit verbessern – individuelle Potenziale erkennen und entwickeln“ zugeordnet. Die Forschung soll einen Beitrag zu einem Lernen und Aufwachsen in pädagogischen Einrichtungen frei von sexualisierter Gewalt leisten.

Auch in der zweiten Förderbekanntmachung vom November 2016 haben die übergeordneten Ziele der Förderlinie - eine thematische Wissenschafts- und Forschungslandschaft nachhaltig aufzubauen, wissenschaftliche Erkenntnisse für Hochschullehre und pädagogische Praxis zu generieren und über Praxistransfer zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt beizutragen - Bestand. Dazu werden in den Jahren 2018 bis 2020 Forschungsvorhaben gefördert, die Fragestellungen zu folgenden vier Schwerpunkten adressieren:

  • strukturelle Bedingungen sexualisierter Gewalt in pädagogischen Kontexten;
  • personale und interaktionale Bedingungsfaktoren sexualisierter Gewalt im Spannungsverhältnis von Nähe und Distanz in pädagogischen Kontexten;
  • Resilienz und Salutogenese stärkende Faktoren für eine verbesserte sexuelle Selbstbestimmung, zur Abwehr und Verarbeitung sexualisierter Grenzverletzungen und zur Entwicklung förderlicher Rahmenbedingungen;
  • Evaluation und (Weiter-)Entwicklung präventiver pädagogischer Konzepte, Strategien und Materialien einschließlich Fort- und Weiterbildungskonzepten für Fachkräfte und sonstige im pädagogischen Bereich Beschäftigte.

Weitere Informationen zur thematischen Forschung sowie eine Broschüre zum Herunterladen, die eine Übersicht über die Forschungsvorhaben der ersten Förderbekanntmachung bietet, finden Sie hier: www.bmbf.de/de/schutz-von-kindern-und-jugendlichen-vor-sexueller-gewalt-1241.html.