Professionalisierung des pädagogischen Personals


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Bekanntmachung: 27.05.2008
Förderzeitraum:
2009 - 2016
Vorhaben:
Zwei Förderphasen mit insgesamt 36 Forschungsprojekten und einer Koordinierungsstelle

 

1. Ziele der Fördermaßnahme

Mit dem Bedeutungszuwachs von Bildung steigen auch die gesellschaftlichen Erwartungen an die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems. Insbesondere mit Blick auf die Schulen, aber auch auf andere Bildungseinrichtungen haben die in den vergangenen Jahren durchgeführten internationalen Vergleiche den Druck auf Bildungspolitik und Bildungsforschung in Deutschland erhöht. In diesem Zusammenhang gelten das Wissen, die Kompetenz und das Handeln des pädagogischen Personals als zentrale Voraussetzungen für die Lerngelegenheiten der Lernenden. Eine Optimierung der Bildungs- und Qualifizierungsprozesse pädagogischer Fachkräfte kann nur dann wissenschaftlich fundiert erfolgen, wenn ein Zusammenhang zwischen Professionswissen und Kompetenzen der Pädagoginnen und Pädagogen, der Qualität ihrer Tätigkeit und dem Ergebnis dieser Tätigkeit hergestellt werden kann.

Deshalb spielt die Professionalisierung des pädagogischen Personals in Bildungseinrichtungen eine besondere Rolle, indem die Ebenen Aus- und Fortbildung, Struktur und Qualität des Professionswissens und der Kompetenzen, das berufliche Handeln der Pädagoginnen und Pädagogen, die Qualität der Lernumgebung und der Output des jeweiligen Bildungsbereichs – vor allem auch in Form der Kompetenzentwicklung der Lernenden – in den Blick genommen werden.

Die Fördermaßnahme „Entwicklung von Professionalität des pädagogischen Personals in Bildungseinrichtungen“ fokussiert im Kontext des Rahmenprogramms zur Förderung der empirischen Bildungsforschung auf die empirische Untersuchung der Entwicklungsbedingungen professioneller Kompetenzen des pädagogischen Personals. So soll langfristig eine empirisch fundierte Adjustierung von Standards der Aus- und Fortbildung pädagogischen Personals sowie dessen Professionswissen erreicht werden. Zudem wird durch diese Maßnahme eine evidenzbasierte Outputkontrolle im Bildungssystem angestrebt. Die systematische, durch Forschung begleitete Implementation der Ergebnisse in den Ausbildungsinstitutionen für pädagogisches Personal kann dazu beitragen, die Qualität der Ausbildung und deren Ergebnisse zu erhöhen. Vermittelt über die Qualität der Unterrichts- und Erziehungsprozesse wird diese Verbesserung in gleichem Maße für die Qualität der Lern- und Entwicklungsprozesse wie auch der Lernergebnisse aufseiten der Adressaten (z. B. Schülerinnen und Schüler) erwartet. Im Rahmen des Schwerpunkts werden insgesamt 37 Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 12,5 Millionen Euro gefördert.

Die im Förderschwerpunkt „Entwicklung von Professionalität des pädagogischen Personals in Bildungseinrichtungen“ geförderten Forschungsprojekte schaffen in unterschiedlichen Domänen und Bildungsbereichen Grundlagen für eine stärkere Evidenzbasierung. Gefördert werden theorie- und hypothesengeleitete empirische Forschungsvorhaben insbesondere in den folgenden vier Bereichen:

  1. Modellierung, Beschreibung und Analyse professioneller Kompetenzen im Hinblick auf Qualität und Effektivität von Unterricht.
  2. Forschung zur Entwicklung von Professionalität in der Ausbildung und der Berufsausübung.
  3. Wirkungsforschung zu Maßnahmen und Instrumenten der Fort- und Weiterbildung des pädagogischen Personals.
  4. Medienbasierte Forschung zur Professionalisierung pädagogischen Personals.

Zur Förderbekanntmachung „Entwicklung von Professionalität des pädagogischen Personals in Bildungseinrichtungen

 

2. Stand der Fördermaßnahme

Bis 2016 wurden 10 Einzelvorhaben, 11 Verbundvorhaben sowie eine Koordinierungsstelle (siehe unten) gefördert.

 

3. Geförderte Vorhaben

Abgeschlossene Projekte

 

4. Ehemalige Koordinierungsstelle der Forschungsprojekte

Die Koordinierungsstelle wird geleitet von Prof. Dr. Cornelia Gräsel, Bergische Universität Wuppertal.

 

Kontakt:

 

 

Koordinierungsstelle für das Programm „Entwicklung von Professionalität des pädagogischen Personals in Bildungseinrichtungen“
Bergische Universität Wuppertal
Institut für Bildungsforschung in der School of Education
Gaußstr. 20
42119 Wuppertal
Ansprechpartnerin:

Prof. Dr. Cornelia Gräsel
Tel. +49 202 439 31 32
E-Mail: graesel@uni-wuppertal.de 
Website: http://www.propaeda.de/