„International Symposium on Dyslexia and Dyscalculia“ fand in München statt


Im Mai 2017 trafen sich Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt in München auf dem Internationalen Symposion, das von der Koordinierungsstelle des BMBF-geförderten Forschungsschwerpunktes „Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten“ ausgerichtet wurde. Professor Don Compton von der Florida State University stellte seine Forschung zur gestuften Förderung der Lesekompetenz vor.

Ein zentrales Ergebnis ist, dass man in der Schule mit Förderung nicht warten sollte, bis ein Kind eine ausgeprägte Lesestörung entwickelt. Bereits in der ersten Klasse sollten Kinder mit Schwierigkeiten mit evaluierten Methoden beim Lesenlernen unterstützt werden, um dauerhafte Entwicklungsstörungen zu vermeiden. Dies gelingt am besten integrativ im Regelunterricht.  Prof. Dr. Maggie Snowling (University of Oxford) untersucht ferner, ob nicht auch die Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) schon früh(er) erkannt werden kann. Die Daten einer englischen Längsschnittstudie liefern eindeutige Hinweise darauf, dass die individuelle Ausprägung von vorschulischen Sprachfertigkeiten ein wichtiger Faktor ist, ob Kinder später eine LRS entwickeln oder nicht.

Weitere Informationen unter http://www.esf-koordinierung.de/