Neues aus der Forschung - Prävention von Re-Viktimisierung bei sexuell missbrauchten jugendlichen Mädchen in der stationären Jugendhilfe (PRÄVIK)


Mädchen, die nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit in Einrichtungen der stationären Jugendhilfe leben, sind besonders gefährdet, immer wieder Opfer sexueller Gewalt zu werden, vor allem in ihren Peer-Gruppen und in ihren intimen Beziehungen. Sie benötigen eine Prävention, die sich individuell daran orientiert, welche Folgen die Gewalt auf ihr Verständnis von Sexualität und Intimität sowie auf ihr Selbstbild, ihren Begriff von eigenen Rechten und ihre Möglichkeiten zu Selbstschutz haben. Erstmals für Deutschland werden Zahlen zur Häufigkeit von wiederholtem Erleben sexueller Gewalt vorgelegt und die Notwendigkeit der Verknüpfung von Sexualpädagogik und Gewaltprävention begründet.

Für die Praxis wurde ein Konzept für einen sexualpädagogischen Workshop für sexuell missbrauchte jugendliche Mädchen entwickelt. Die Gefahr besteht, dass sich durch wiederholtes Gewalterleben „Opferkarrieren“ entwickeln, die große Chance liegt aber darin, dass pädagogische Unterstützung hier einwirken und das Risiko der Mädchen verringern kann. Die Studie präsentiert unterschiedliche typische Entwicklungsverläufe von Mädchen und Ansätze für individuell passende präventive Strategien.

Weitere Informationen unter http://www.dji.de/ueber-uns/projekte/projekte/praevention-von-reviktimisierung-bei-sexuell-missbrauchten-jugendlichen-in-fremdunterbringung.html

Veröffentlichungen der Studie finden Sie hier