Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (RP I)


Das erste Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung wurde im Jahr 2007 veröffentlicht. Seit seinem Start hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung rund 183 Millionen Euro für Forschungsprojekte aufgewendet. Übergeordnetes Ziel des Rahmenprogramms war es, die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens in Deutschland zu sichern und zu verbessern - durch die Bereitstellung evidenzbasierten Wissens für bildungsrelevante Entscheidungen und Reformen in allen Bereichen und auf allen Ebenen des Bildungssystems.

Vor allem hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung drei Ziele verfolgt:

  • die strukturelle Stärkung der empirischen Bildungsforschung,
  • die Förderung der Internationalität und Interdisziplinarität sowie
  • die Generierung von Erkenntnissen zu gelungenen Bildungsprozessen für die Reformprozess in Bildungspolitik und Bildungspraxis.

Im Frühjahr 2016 wurde das Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung in einem strategischen Audit bilanziert. Demnach konnte sich in den vergangenen Jahren eine leistungsstarke empirische Bildungsforschung, die in verschiedenen Forschungsschwerpunkten gefördert wurde, in Deutschland etablieren. Die Verstetigung des Nationalen Bildungspanels (National Educational Panel Study, NEPS) als eigenständiges Institut in der Leibniz-Gemeinschaft ist ein Beleg für die erfolgreiche Förderung der Forschungsinfrastruktur. Dadurch ist eine auch im internationalen Vergleich herausragende Datenbasis für die Analyse von Bildungsverläufen geschaffen worden. Die empirische Bildungsforschung in Deutschland konnte ihre internationale Sichtbarkeit deutlich steigern und ist interdisziplinärer geworden.

Diese exzellente Bildungsforschung galt es fortzusetzen. Deshalb hat das BMBF im Jahr 2017 das neue Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung veröffentlicht.