"NEPS-Ergebnisse 2016 kompakt“: Muttersprache nützt zugewanderten Jugendlichen beim Lesen


Beherrscht man die Muttersprache gut, so wirkt sich das positiv auf den Erwerb der deutschen Sprache aus. Dieses wahrscheinlich sprachunabhängige Wissen (sprich: das Wissen u. a. über Grammatik, Syntax oder Linguistik) wird auf das Deutsche übertragen und unterstützt mehrsprachige Jugendliche in ihren Lesefähigkeiten.

Das haben Aileen Edele und Prof. Dr. Petra Stanat von der Humboldt-Universität zu Berlin, Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, herausgefunden. Sie haben untersucht, welcher Zusammenhang zwischen dem Hörverstehen in der Muttersprache und den Lesefähigkeiten im Deutschen besteht. Dazu haben sie Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS Startkohorte 4) von 1164 Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern unterschiedlicher Schultypen mit den Muttersprachen Türkisch und Russisch ausgewertet. Das NEPS erhebt zahlreiche Längsschnittdaten zu Bildungsprozessen und Kompetenzentwicklungen in Deutschland, die für solche Sonderauswertungen genutzt werden können.

Weitere Informationen unter https://www.neps-data.de/de-de/datenzentrum/publikationen/nepsergebnissekompakt.aspx#/publication/643af8c2-2ad0-443d-adab-38dabf898e6e