Neue Erkenntnisse zu Lese- und Rechtschreibstörung


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Die bei Kindern weit verbreitete Lese-Rechtschreibstörung wurde bislang in Wissenschaft und Bildungspraxis als zusammenhängendes Störungsbild angesehen. Nun zeigt eine Studie des Frankfurter Forschungszentrums IDeA (Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk), dass Kinder mit einer Lesestörung andere Schwächen im sogenannten Arbeitsgedächtnis aufweisen als Kinder mit einer Rechtschreibstörung.

Das Arbeitsgedächtnis ist im Gehirn für das kurzfristige Speichern und Verarbeiten von Informationen zuständig und gilt daher als maßgeblich für das Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens. Aus der aktuellen Studie, in der 465 Kinder untersucht wurden, geht hervor, dass die Lernschwierigkeiten im Bereich des Lesens und des Schreibens als unterschiedliche Störungen betrachtet werden müssen – und nicht als Varianten derselben Lernstörung. Daher plädieren die an der Studie beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dafür, Lernstörungen genauer zu diagnostizieren und individueller zu behandeln. Gefördert werden die Untersuchungen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und aus IDeA-Mitteln.

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