Langzeitstudie zur Entwicklung von Mehrsprachigkeit


Andres Rodriguez - fotolia

Fast jedes zweite Kind in deutschen Großstädten wächst in einer Familie mit Migrationshintergrund auf und oftmals spricht es dadurch mehr als nur eine Sprache. Mit dieser Realität sind daher auch Kindertagesstätten und Schulen zunehmend konfrontiert. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Hamburg unter der Leitung von Prof. Ingrid Gogolin untersuchen daher die Entwicklung mehrsprachiger Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund.

Das Projekt „Mehrsprachigkeitsentwicklung im Zeitverlauf“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund drei Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren gefördert. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Bedingungen zu identifizieren, die die Bildungschancen mehrsprachig aufwachsender Kinder erhöhen. Die interdisziplinäre Forschungsgruppe geht dabei von der These aus, dass die Herkunftssprachen eine besondere Ressource für den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen darstellen. Durch das Vorhaben sollen schließlich empirisch fundierte Grundlagen für eine Gestaltung der pädagogischen Praxis bereitgestellt werden, sodass diese Potenziale auch genutzt werden können.

Weitere Informationen unter http://www.uni-hamburg.de/presse/pressemitteilungen/2014/pm62.html